Erosionen

Was sind Erosionen?
Unter Erosionen oder Zahnerosionen versteht man einen langsam voranschreitenden Verlust an Zahnhartsubstanz durch den direkten Kontakt mit Säuren.

Woher stammen diese Säuren?
Man kann innere (endogene) und äußere (exogene) Säurequellen unterscheiden:

Vom Inneren des Körpers her wirkt die Magensäure. Sie kann bei
1. Magen-Darm-Erkrankungen mit Aufstoßen (z.B. Sodbrennen) oder
2. Essstörungen, die von regelmäßigem Erbrechen begleitet sind in die Mundhöhle gelangen.

Von Außen zugefügt werden können:
1. saure Bestandteile in Medikamenten (Aspirin, Vitamin-C-Präparate usw.)
2. Säuren bei der Ausübung bestimmter Berufe (z.B. bei Weinverkostern)
3. vor allem aber Säuren in Nahrungsmitteln und Getränken

Wie erkennt man Erosionen?

  • Leichte Erosionen betreffen die oberste Schicht der Zähne und bleiben in der Regel unbemerkt, weil sie keine Beschwerden verursachen und die Zahnfarbe nicht verändert ist.
  • Im fortgeschrittenen Stadium, wenn das tiefer gelegene Zahnbein (Dentin) betroffen ist, kann es zu Temperaturempfindlichkeit und Verfärbungen kommen. Die Zähne können schließlich wie "abgeschmolzen" aussehen.

Was können sie tun, wenn Sie Erosionen haben?

Nach Möglichkeit Säuren meiden !

Erosionen kommen zum Stillstand, wenn die Säureeinwirkung aufhört!

Die wirksamste Maßnahme ist die häufige Anwendung von Fluorid in Form von Mundspüllösungen und eines konzentrierten Fluoridgels. Die Anwendung sollte von Zahnarzt individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sein.

Saure Nahrungsmittel sollten zusammen mit Milchprodukten verzehrt werden, da diese sehr kalziumreich sind.

In manchen Fällen kann eine individuell abgestimmte sanfte Mundhygiene notwendig sein.

Nur in besonders schweren Fällen ist eine Versorgung der Zähne mit Kronen oder Teilkronen nötig. Das kann in vielen Fällen bei rechtzeitigem Eingreifen jedoch vermieden werden.


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08. 01. 2018
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